LAUB: |
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| Laub mit Blütenknospen
Die Blätter sind wechselständig,
glattrandig und behaart. |
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BLÜTE: |
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| Mehrfarbige Blüte
Meist endständig in doldenartigen
Trauben.
Das atemberaubendste an den Azaleen ist
ihre Blüte. Reinweiß, rosa, purpur oder lachsfarben. Die Vielfalt
ist grandios. Besonders eindrucksvoll sind Azaleen mit zwei Blütenfarben.
Hier muss allerdings beim Schnitt auf die Selektion der Blüten geachten
werden. Es ist zu beachten, dass die weißen Blüten rezessiv
sind. Lässt man die roten Blüten die Überhand gewinnen,
werden die weißen und zweifarbigen Blüten verdrängt. Ist
ein Ast erst einmal komplett rot, werden hier keine weißen Blüten
mehr gebildet. Am Besten entfernt man vorwiegend rote Äste bereits
während der Blüte solange dies noch leicht zu erkennen ist. Aber
auch später kann der Profi noch erkennen (rötlche Stengel,
rötliche Blätter ) welche Triebe rote und welche Triebe weiße
Blüten hervorbringen werden. |
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PFLEGE: |
| Standort: |
| Im Sommer im Freien hell,
sonnig bis halbschattig. Vor der Mittagssonne und vor austrocknenden Winden
schützen. Während der Blütezeit vor
Regen schützen, da sonst die Blüte schnell vorbei ist.
Zu langer, schattiger oder halbschattiger Standort hemmt die Blütenbildung. |
| Überwinterung: |
| Vor Frost schützen.
(Es gibt nur wenige winterharte Arten, die als Bonsai trotzdem geschützt
werden sollten).
Im hellen, gut gelüfteten
Treppenhaus, Wintergarten oder frostsicherem Gewächshaus). Bei Gelbfärbung
der alten Blätter, diese abzupfen, da sonst Schimmelgefahr
besteht. Regelmäßig kontrollieren !!
Die meisten Azaleen brauen
eine längere Kälteperiode und langfristig gesund zu bleiben.
Es ist völlig normal, dass bei Kälte alle Blätter abgewerfen
werden. Die Blütenknospen bleiben jedoch erhalten.
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| Giessen: |
| Im Frühjahr die Wassergabe
langsam steigern.
Während der Wachstumsperiode
mindestens 1 x am Tag giessen. Im Sommer, vor allem wenn der Baum in der
Sonne steht und während der Blüte kann mehrmaliges Giessen oder
tauchen erforderlich sein. Die Erde immer feucht halten, die feinen Faserwurzeln
trocknen sonst sehr leicht aus.
Nach der Blüte weniger
giessen und ab September etwas mit dem Wasser geizen, aber niemals austrocknen
lassen.
Nach dem Einwintern nur noch
mäßig feucht halten. Aber ein Austrocknen vermeiden.
Es ist unbedingt erforderlich,
mit kalkfreiem Wasser zu giessen. Optimal
ist sauberes Regenwasser.
Verwendung von mittelhartem Leitungswasser hat schon nach kurzer Zeit negative
Einflüsse auf die gesundheit der Azalee (zB. 13 ° dH). Folge sind
Gelbfärbung der Blätter und schlechter Wuchs. A
Beste Erfahrung habe ich
mit Brita-Wasserfilter gemacht.
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| Düngen: |
| Erst nach der Blüte
beginnt man mit dem düngen. Langzeit-Dünger
für Rhododendren
verwenden. Biogold
ist sehr zu empfehlen. Bei Bedarf
Rhodovital
zur Stärkung verwenden. Rhodovital senkt außderdem den pH-Wert
um einen Zähler ab.
Nach dem Umtopfen ist Top
Dressing GK365 oder Wuxal sehr hilfreich.
Auch gießen mit einer Superthrive-Lösung
hilft dem Baum über die Belastung.
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| Schneiden + Drahten: |
Der Rückschnitt erfolgt
nach der Blüte. Die Blüten müssen nach dem Abblühen
entfernt werden, um den Baum nicht zu schwächen. Rechtzeitig vor dem
Rückschnitt sollte noch kräftig gedüngt werden.
Azaleen sind sehr schnittverträglich
und können bis ins alte Holz zurückgeschnitten werden. Neue Triebe
kommen an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Allerdings
sollte man nicht zusammen mit einem großen Wurzelschnitt einen radikalen
Rückschnitt durchführen. Weiterhin sollte immer auf vorhandene
Blätter zurückgeschnitten werden, da Azaleen dazu neigen den
Saft zurückzuziehen und nicht mehr benötigte Äste aufzugeben.
Entgegen anderen Bäumen ist bei Azaleen die Spitze zu fördern
und die unteren Bereiche sind im Wuchs zu bremsen. Haben sich die neuen
Triebe gebildet, kann man die Spitze langsam zurücknehmen.
Triebe zwischen den Nodien
müssen bis auf die benötigten Triebe ständig entfernt oder
auf die entsprechende Länge eingekürzt werden. Da Azaleen zu
den Sträuchern gehören treiben sie ständig am Wurzelansatz
neu aus. Diese Triebe sind ebenfalls zu entfernen.
Wiederholtes Zurückschneiden
ist bis Ende Juli möglich. Ab August nicht mehr schneiden, da nun
die Blütenansätze für das nächste Jahr gebildet werden.
An neu aufgebauten Ästen
kann nach etwa 2 Jahren wieder mit einer Blüte gerechnet werden.
Drahten sehr
vorsichtig und nur im krautigen Zustand. Verholzte Äste brechen
sehr leicht.
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| Umtopfen + Erde: |
Am Besten wirm im Frühjahr
vor der Blüte umgetopft.
(möglich ist natürlich
auch nach der Blüte, jedoch darauf achten, dass viele Azaleen
- so auch die Satsuki-Azalee - erst im Sommer blühen und
dann ein Umtopfen wegen der evtl. großen Hitze ungünstiger sein
kann als im Frühjahr).
Beim Umtopfen vor der Blüte
muss jedoch darauf geachtet werden, dass Frost vermieden wird.
Feine Haarwurzeln nur wenig
zurückschneiden.
Azaleen sind Moorbeetpflanzen
benötigen saure Erde, optimal ist ein
pH-Wert von 4,5 - 5,0. Es wird jedoch auch ein Wert von 3,5 - 6,5 akzeptiert.
Als hervorragend hat sich
das jap. Kanuma herausgestellt, dessen pH-Wert
bei 6,2 liegt. Dieses kann auch gut mit Flusssand gemischt werden.
Es kann auch Akadama oder
Lava mit Flusssand und Weißtorf gemischt werden. (1:1:2). Wichtig
ist, dass das Substrat niemals austrocknet und trotzdem sehr durchlässig
ist.
Als Deckerde kann humose
Erde gemischt mit Akadama (beides fein gesiebt) verwendet werden. Dies
bildet eine schnell vernetzende Oberfläche und das optisch unbefriedigende
Kanuma ist abgedeckt.
Gewöhnlich Rhododendron-Erde
ist für Bonsai nicht geeignet.
Umgetopft wird alle
3-5 Jahre. Das ist völlig ausreichend, da es etwa 2 Jahre dauert,
bis die Wurzeln das Kanuma fest im Griff haben und Azaleen gegen Druck
wachsen sollen um die Blühwilligkeit zu erhöhen.
Rododendren aus Gartencenter,
die im Container stehen sollten nicht sofort komplett von ihrer Erde befreit
werden. Lieber jedes Jahr immer etwas mehr wegnehmen.
Rhododendren leben in einer
Symbiose mit einer Mykorhizza (Pilzgeflecht).
Diese Mykorrhizza sollte immer im Substat vorhanden bleiben um die Gesundheit
der Pflanze zu erhalten.
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| Krankheiten und
Schädlinge: |
Blattläuse,
Trips,
weiße Fliege,
Miniermotte,
gefurchter Dickmaulrüssler,
Azaleen-Mottenschildlaus,
Rhododendronzikaden,
Rhododendronwanzen,
Raupen,
Echter Mehltau,
Knospensterben,
Hallimasch,
Alpenrosenrost,
blättrige Gallen,
Ovulina-Blütenfäule,
Bleiglanz,
Phytophthora-Wurzelfäule,
Kalkchlorose bei nicht ausreichend
saurem Boden.
Rechtzeitiges eingreifen
mit chemischen Mitteln ist hier erforderlich. Zur Vorbeugung Gelbtafeln
verwenden.
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ARTEN: |
| Fam: Ericaceae
Es gibt über 100 Arten
von Azaleen.
Es
gibt tausende von Zuchtformen, die immergrün
oder aber auch laubabwerfend, frostempfindlich
oder frostbeständig sein können.
Auch
die Blüten haben unterschiedliche Formen,
wie:
glockenförmig,
röhrenförmig, trichterförmig, trompetenförmig, doppelkronig,
schalenförmig, sowie Kreuzungen aus diesen.
Die Wichtigsten für
die Bonsaigestaltung sind:
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| SATSUKI
- AZALEEN
Japanische
Azalee, die unter Verwendung von R. indicum und R. simsii speziell für
Bonsai gezüchtet wurden.
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| KURUME
- AZALEEN
Japanische
Zwerg-Azalee die aus Kreuzungen von R. kaempferi, R. kiusianum und R. obtusum
entsanden ist.
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| KYUSHU
- AZALEEN
Sehr
frostharte jap. Azaleen. Ergebnis eines komplexen Zuchtprogammes unter
Verwendung von R. kiusianum. Diese Azaleen überstehen Fröste
bis -30°C.
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| INDICA
- AZALEEN
Azaleen
von meist belgischen Züchtungen aus R. simsii, R. mucronatum,
R. indicum.
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