STIELEICHE (Querus  robur)

 



 

LAUB BLÜTE PFLEGE ARTEN PROJEKT
 

 
 
 

 

LAUB:
 

 
 

 


BLÜTE: 
 

 

 


PFLEGE:
 
Standort:
keine besonderen Ansprüche - allerdings sind ein paar Stunden Sonne förderlich für das Wohlbefinden.
Volle Sonne oder windiger Balkon werden ebenfalls vertragen.
 
Überwinterung:
Eichen als Bonsai sind sehr frostempfindlich. Der Ballen sollte auf jeden Fall gut geschützt werden. Vor kalten Winden schützen.
Geschwächte Bäume frostfrei überwintern.
Wegen einer evtl. Pilzinfektion sollten Eichen vorsorglich mit einem kupferhaltigen Fungizid eingesprüht werden. Beginnt die Eiche im Frühjahr mit dem Austrieb, ist sie vor Spätfrösten zu schützen.
Giessen:
Die Eiche kann auch mit hartem Leitungswasser gegossen werden, da sie leicht kalkhaltigen Boden mag und eine hohe Salzverträglichkeit aufweist.
 
Düngen:
Reichlich von April bis August mit festem organischen Dünger oder auch mit mineralischem Flüssigdünger.
 
Schneiden + Drahten:
Rückschnitt erst ab Ende April/Mai, da nach Spätfrösten sonst die Äste weit zurücktrocknen würden.
Da die oberen Triebe die unteren stark im Austrieb hemmen, sollt im oberen Drittel die Verzweigung auf den Stand der unteren Verzweigung gebracht werden. Meist treibt im Frühjahr nur die Endknopse eines Triebes aus. Entfernt man sie, so erhält man eine insgesamt bessere Verzweigung.
Gutes Düngen ist jedoch für den Neuaustrieb sehr wichtig.
Bei Bäumen, die noch an Stammdicke zulegen sollen wird der Austrieb mindestens 25-30 cm wachsen gelassen und spätestens 3 Wochen nach dem Austrieb zurückgeschnitten.
Bei jeden Rückschnitt darauf achten, dass das obere Drittel nicht zu dominant wird. Deshalb die oberen Äste immer frühzeitig und stärker als die untern zurückschneiden.
Eine gute gedüngte altere Eiche verträgt 2 Blattschnitte im Jahr.

Alle Gestaltungsarten denkbar.
Junge Äste lassen sich gut drahten, ältere mit Spanndrähten in Form bringen. Der beste Zeitpunkt ist der Austriebsbeginn im Frühjahr. Neue Triebe drahten sobald sie verholzen.

Umtopfen + Erde:
Junge Pflanzen brauchen mindestens alle 2 Jahre frische Erde. 
Die Stieleiche mag sandiges Substrat ebenso wie besonders lehmiges.

z.B.

  • Akadama, Pikiererde, Lavasplitt und Sand im Verhältnis 3:3:1:1
  • Akadama, Lavasplitt, Torf, Kies im Verhältnis 1:1:1:1


Eichen sollten alle zwei Jahre im Frühjahr (Ende Februar/März) umgetopft werden. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass das Wurzelwachstum schon zu dieser Zeit einsetzt, und nicht mit Austriebsbeginn, wie bei den anderen Laubbäumen.
Es sollte eine gut durchlässige Erdmischung verwendet werden.
 

Vermehrung:
Nach der Samenreife in Töpfen im kalten Kasten oder im Aussaatbeet unterbringen. Von Mitte Herbst bis Ende Winter propfen.
 
Krankheiten  und Schädlinge: 
Verschiedene Wespen verursachen Zellwucherungen (Gallen) an den Blättern. Es genügt ein entfernen der betroffenen Blätter, da keine gesundheitlicher Schaden entsteht.

Auch Hallimasch, Echter Mehltau,Bättläuse,  und verschiedene Baumschwämme können auftreten. Knopern-Gallwespen können missgebildete Eicheln hervorrufen.
 


ARTEN:
 
Quercus robur  -  Stieleiche
Ungleichmäßiger , ausladender, laubabwerfender Baum mit rissiger grau-brauner Borke. Die sehr kurz gestielten, einlänglichen, bis 14 cm langen dunkelgrünen Blätter besitzen rundliche Lappen und am Grund zwei kleine ohrartige Lappen. Die eiförmigen Eicheln stehen einzeln oder zu 2-5 in Gruppen. 

Quercus cerris   -  Zerreiche
Schnell wachsender ausladender, laubabwerfende, vielgestaltiger  Baum, mit grauweißer Borke, die in dicken Platten zerfällt. Die länglich elliptischen bis länglich-lanzettlichen, bis 12 cm langen, tief gelappten oder gesägten, dunkelgrünen Blätter sind unterseits blassgrün und färben sich im Herbst gelbbraun. Die elliptischen, 2,5 - 4 cm langen Eicheln besitzen einen von langen, schlanken Schuppen bedeckten Achsenbecher und stehen einzeln oder in Gruppen von 2-4

Quercus suber   -  Korkeiche
Rundlicher immergüner Baum mit dicker, korkiger Borke. Die eilänglichen, bis 7 cm langen, gesägten, steifen, dunkelgrünen Blätter sind unterseits grau behaart. die Eicheln sind eiförmig.

Quercus petraea  -  Steineiche, Traubeneiche, Wintereiche
Ausladender. aubwerfender Baum mit rissiger, grauer Borke und eiförmigen, verkehrt eiförmigen oder länglichen 6-17 cm langen dunkelgrünen Blättern mit rundlichen Lappen. die ungestielten, eiförmigen bis länglich-eiförmigen Eicheln stehen einzeln oder in Gruppen zu 2-5.

Fam:  Fagaceae

Gattung mit ca. 600 Arten einhäusiger, laubabwerfender, halbimmergrüner oder immergüner Bäume oder Sträucher, die weitverbreitet in Wäldern der Nordhemisphäre vorkommen. Eichen haben gewöhnlich eine rissige Borke, filzig behaarte bis kahle Sprossen und wechselständige, ganzrandige, gelappte oder gesägte Blätter, die sich bei einigen laubabwerfenden Arten im Herbst spektakulär verfärben. Im Späten Frühjahr erscheinen auf derselben Pflanze getrennte männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten ind hängenden Kätzchen, die weiblichen einzeln, paarig oder inTrauben. Sie reifen gewöhnlich zu braunen Nüssen (Eicheln) mit einem schuppigen Achsenbecher. Die Eicheln sind meist 1-3 cm lang und nur gelegentlich länger.