| STANDORT | GIESSEN | SCHNEIDEN | DÜNGEN | UMTOPFEN | |
| WURZELSCHNITT | ERDMISCHUNGEN | KRANKHEITEN | WINTERPAUSE | WERKZEUGE |
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| Bonsai können
sehr alt werden wenn ihm die optimalen Wachstumsbedingungen gegeben werden.
In Japan und China werden Bonsai von Generation zu Generation weitergegeben. Soll der richtige Standord gefunden werden muss man sich zunächst über die Herkunft und klimatischen Anforderungen der betreffenden Art informieren. Viele Händler und auch Baumärkte unterscheiden lediglich zwischen Indoor und Outdoor-Bonsais. Wobei leider oft Indoor mit unserem Wohnzimmerklima im Winter ab 21°C und mehr verstanden wird. Was aber völlig falsch ist. Generell muss hier gesagt werden, dass es allen Bäumen draußen besser geht. Die Bezeichnung Indoor ist eigentlich unsinnig, da es keine Bäume gibt, die in Zimmern wachsen. Folgend nun eine differenzierte Unterscheidung. Das Wichtigste ist erst einmal festzustellen, welches Klima ein Baum braucht und welche grundsätzlichen Bedürfnisse er hat. Diese können sehr unterschiedlich sein. Hier möchte ich deutlich betonen, was oft falsch verstanden wird.: Es gibt keine "Bonsai-Pflegeanleitung". Grundsätzlich
muss jeder Baum seine ganz individuelle Pflege erhalten.
Es gibt keine Bonsai-Samen. Hier werden ebenfalls ganz gewöhnliche Baumsamen angeboten - nix Bonsai - wächst nicht automatisch kleiner - das ist echter Nepp. 1. Outdoor
Outdoor brauchen die Winterpause und dürfen auch bei Frost nicht aus "falschem Mitleid" in die Wohnung genommen werden. Nur vor strengem Frost müssen manche Arten geschützt werden. (Der Erdballen muss vor dem Durchfrieren geschützt werden) Dies kann auf verschiedene Weise erfolgen. Mann kann den Baum mitsamt der Schale im Garten in den Boden einlassen oder aber die Schalen in Karton stellen und mit Torf ö.a. bedecken. Gute Erfahrung habe ich damit gemacht, die Schalen in Noppenfolie einzuwickeln und dann auf Styroporplatten in eine windgeschütze Ecke des Balkons zu stellen. (Denn ich habe leider keinen Garten.) Mehr Info unter Winterpause. Outdoor brauchen einen sonnigen Platz. Laubbäume müssen jedoch vor der grossen Mittagshitze wenn möglich geschützt werden. Die Bäume würden mehr Wasser verdunsten als sie aufnehmen können. Luffeuchtigkeit und Temperatur müssen bei diesen Bäumen nicht korrigiert werden.Sonne und ständige Luftbewegung sorgen dafür, dass die Blätter kräftig und wiederstandsfähig werden. Das ist auch notwendig, da diese Baumarten auch bei uns in der Natur wachsen und von vielen Insekten und Lebewesen bewohnt, angefressen und angesaugt werden. Diese verschmähen auch einen Bonsai nicht, wenn er nur genügend zartes Laub besitzt. Outdoor sind darauf eingestellt und werden, wenn sie optimal gepflegt sind mit den meisten Schädlingen alleine fertig. Es gibt Bäume, die den ganzen Tag in der Sonne stehen können und sollen, wie z.B. Kiefern, Eichen und andere die lieber schattig stehen wollen wie Buchen oder Azaleen. 2. Indoor
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| Wir verwenden vorzugsweise Regenwasser.
Sollte dieses nicht vorhanden sein, kann auch abgestandenes Leitungswasser
verwendet werden.
Würden wir nur Leitungswasser verwenden würden zu viel Kalk und Salze in das Substat gegossen. Diese führen auf Dauer zu einer Übersalzung des Bodens. Dadurch könnte der Baum geschädigt werden. (Auch dies ist bei den Bäumen unterschiedlich. Es gibt auch Bäume, die Kalk gut vertragen und sogar bevorzugen!!) Also auch hier wie bei allem immer die Bedürfnisse des jeweiligen Baumes berücksichtigen.) Alternativ kann das Wasser z.B. mit "Brita" Wasserfilter gefiltert werden oder ein Nylonstumpf mit Torf über Nacht in einen Eimer mit Wasser gehängt werden. Diese Methoden tragen ebenfalls zur Entsalzung bei. Bei großen Bonsai-Sammlungen wird sich dies aber eher als mühselig erweisen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht zu kalt, sondern handwarm ist, damit die Bäume, vor allem im Sommer, keinen Temperatur-Schock bekommen. Wenn man Bonsai im Garten mit dem Gartenschlauch mitgiesst, sollte man ebenfalls darauf achten, das 1. Wasser aus dem Schlauch auslaufen zu lassen, da dieses im Sommer durch die Aufheizung des Schlauches zu heiß sein könnte. Vor allem im Sommer erfordert das Giessen
eines Bonsai mehr Aufmerksamkeit als frei wachsende Pflanzen. Zum einen
steht einem Bonsai nur sehr wenig Erde für die Wasser- und Nährstoffspeicherung
zur Verfügung. Zum Anderen wird die wenige Erde von Wind und Sonne
schneller ausgetrocknet.
Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Wurzelballen niemals völlig austrocken und auch nicht ständig nass sein darf. (Letzteres führt unweigerlich zu Wurzelfäule) Bei Wurzelfäule faulen durch ständigen Wasserkontakt die feinen Haarwurzeln, mit denen der Baum das Wasser aufnimmt. Der Baum kann dann kein Wasser und keine Nährstoffe mehr aufnehmen. Der Baum verdurstet dann, obwohl er im Wasser steht. Erste Anzeichen sind welke Blätter und trockene Zweige. Diese Anzeichen könnten leider irrtümlich mit Trockenheit in Verbindung gebracht werden. Weiteres Giessen würde jedoch die Situation nur verschlimmern. Generell sollte gegossen werden, wenn die Erdoberfläche zu etwa 80 % abgetrocknet ist. Eine lockere und körnige Erdmischung wird meistens deutlich heller, wenn es trocken ist. Bei einem Humushaltigen Substrat muss man dann schon mit den Fingern kontrollieren, ob die Erde angetrocknet ist. Bei der Menge des zu verabreichenden Giesswassers kommt es ebenfalls auf das Substrat an, in welchem der Bonsai steht. Bei Lockerem und körnigen Substrat kann man im Sommer bedenkenlos giessen, bis Wasser aus den Abzugslöchern austritt. In der kälteren Jahreszeit nur so viel, wie der Boden aufnehmen kann. Außerdem benötigen Outdoors im Winter nur relativ wenig Wasser und müsen nur ca. alle 14 Tage kontrolliert werden. Indoor sollten je nach Standort 2-3 x pro Woche kontrolliert werden. Am sonnigen Südfenster jedoch öfter. Bei torfhaltigem und lehmigem Substrat soll man im Sommer ebenfalls regelmäßig giessen, jedoch nur soviel dass kein Wasser abläuft, da sich sonst schnell Staunässe bilden kann - was für jeden Bonsai tödlich ist. In der kälteren Jahreszeit wegen des geringeren Verbrauchs etwas weniger Wasser geben und um Staunässe zu vermeiden lieber öfter kleinere Mengen giessen. Sollte Wasser einmal beim Giessen vom Substrat nicht gleich aufgesaugt werden, z.B. bei zu trockenem oder festen Boden, kann man die Erdoberfläche vor dem Giessen einsprühen, wodurch die Aufnahmefähigkeit verbessert wird. Alternativ kann man auch die gesamte Schale bis zum Wurzelansatz in Wasser stellen, damit sich die Erde vollsaugen kann. Nach 1/4 Stunde kann man den Baum dann wieder herausnehmen und abtropfen lassen. Bei Indoor ist es ratsam, eine Schale mit Split oder Granulat auf zu stellen, mit Wasser zu füllen, und den Baum daraufzustellen um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Besonders zu emfpehlen, wenn ein Baum über der Heizung steht, was jedoch vermieden werden sollte, da es dann leicht zu einem Befall von Spinnmilben kommen kann. (Kann auch bei Oudoor angewendet werden.) |
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| Bonsai können grundsätzlich mit
organischem oder anorganischen Dünger gedüngt werden. Individuelle
Angaben unter den verschiedenen Bäumen (Outdoor
oder Indoor).
Organischer Dünger zersetzt sich langsam im Boden. Dadurch gibt er die Nährstoffe nur nach und nach an den Baum ab und es kann selter zu einer Überdüngung kommen. Die Wirkung von organischem Dünger tritt jedoch nicht sofort auf, da der Dünger eine gewisse Zeit braucht, um wirksam zu werden. Von Frühjahr mit Herbst gibt man vorzugsweise stickstoffreiche Dünger, das kurbelt das Wachstum richtig an. Ab September sollte man dann kaliumhaltige Dünger verwenden, der die Struktur der neuen Triebe aushärtet und den Outdoor-Bonsai beispielsweise für den Winter festigt. Ein viel werwendeter Dünger ist Biogold, der aus kleinen Stücken besteht, welche auf die Erdoberfläche ausgelegt werden. Man rechnet so viele Stücke wie die Schale in cm breit ist. Um Biogold schneller wirkungsfertig vorliegen
zu haben kann man diesen wie folgt präparieren:
Anorganischer Dünger (Flüssiger Mineraldünger) wirkt viel schneller als organischer Dünger. Jedoch ist hier Vorsicht geboten. Es kann leicht zu einer Überdüngung kommen. Auf keinen Fall soll mehr Dünger gegeben werden, als auf der Herstellerangabe. Im Prizip wird aber genauso wie beim organischen Dünger von April bis Oktober gedüngt. Mit denrselben Zugaben von Eisen- und Kalium, (immer nach Herstellerangaben). Weitere wichtige Pflanzennährstoffe sind Phosphat, Magnesium und verschiedene Spurenelemente.
STICKSTOFF:
Beispiel:NPK 10:5:5 enthält 10% Stickstoff (N), 5% Phosphat (P) und 5% Kaliumoxid (K), Steht eine weiter Zahl hinter der NPK-Angabe in Klammern, so ist dies eine Angabe über den Magnesiumgehalt (Mg) Jungpflanzern benötigen, da ein kräftiger Zuwachs zu notwendig ist, vom ersten Austrieb im Frühjahr bis zum Juni ein gleichmässiges und hohes Nährstoffangebot mit hohem Stickstoffanteil (z.B. NPK 2:1:1). Dann wird bei gleich bleibender Düngermenge der Stickstoffanteil auf mindestens 1:1:1 gesenkt. Im August, September, Oktober mit einer Kaliumbetonten Düngung mit 1:2:3 der Herbst eingeleitet. Ein Solitär dagegen soll nicht so kräftige Triebe bilden wie eine Jungpflanze oder eine Pflanze im Aufbau. Diese Pflanzen können von Austriebsbeginn im Frühjahr bis zum Herbst mäßig mit Nährstoffen 1:2:3 versorgt werden. EISEN:
KALIUM:
MAGNESIUM:
SPURENELEMENTE:
Bei der Überdüngung überzeigt die Konzentration von Mineralstoffen und Salzen im Substrat die Konzentration dieser im inneren der Wurzeln. Durch dieses Ungleichgewicht zwischen Substrat und Wurzeln entzieht das Salz im Erdreic den Zellen der Haarwurzeln solange Wasser, bis der Salzgehalt innerhalb und außerhalb der Wurzeln wieder auf gleichem Niveau ist. Dieser Prozess kann zum Absterben der Haarwurzeln führen, wodurch der Baum nicht mehr genug Wasser aufnehmen kann. Hier spricht man auch vom Verbrennen der Wurzeln. Schlimmstenfalls geht der Baum sogar ein. |
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| Das Substrat ist bei der Bonsai-Pflege das
A und O. Da Bonsai in relativ kleinen Schalen gehalten werden muss das
Substrat dafür sorgen, dass sich keine Staunässe bilden kann.
Es muss wasserdurchlässig sein, damit überschüssiges Wasser
gut abfliessen kann.
Von Bedeutung ist auch der pH-Wert des Substats. Dieser kann je nach Pflanzen zwischen pH 3,5 (sauer) und pH 9 (alkalisch) liegen. Der neutrale Bereich liegt bei pH 7. Manche Bäume sind auf einen bestimmten pH-Wert angewiesen, andere vertragen einen breiten pH-Bereich. Bonsai-Erde ist eine Mischung aus verschiedenen Bestandteilen. LEHM
AKADAMA
TORF
LAVAGRANULAT
SAND
PIKIERERDE
KIES
KANUMA
Die jeweilen Mischungen müssen den unterschiedlichen Bedürfnissen der Arten angepasst werden. |
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